Newsletter    Facebook    Twitter    Presse    Partner    Karriere    Suchen    Sitemap    Kontakt    Impressum  
   Krisennavigator 
®
13. Jahrgang (2010) - Ausgabe 8 (August) - ISSN 1619-2389
Ein "Spin-Off" der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Krisennavigator
Mit freundlicher Unterstützung
der Deutschen Gesellschaft für
Krisenmanagement (DGfKM) e.V.

und der Partnerunternehmen:

| Mehr |

| Mehr |

| Mehr |

| Mehr |
 
 

Restrukturierung im Mittelstand

von Iris Meinking, Dirk Ley und Michael Spendel

Problemstellung

Das Jahr 2002 war für viele Unternehmer ein Jahr des Bangens. Kaum ein Tag verging ohne Schlagzeilen über die historisch hohen Insolvenzzahlen in Deutschland, das schwierige wirtschaftliche Umfeld und die strukturellen Verwerfungen in beinahe jeder Branche. Wie können mittelständische Unternehmer eine Liquiditätskrise frühzeitig erkennen? Wann sollten sie mit den Umbauarbeiten im eigenen Unternehmen beginnen? Welche Sofortmaßnahmen eignen sich, um die Firma wieder in ruhigeres Fahrwasser zu manövrieren?

Antworten auf diese und andere Fragen zur Restrukturierung mittelständischer Unternehmen gibt eine gemeinsame Studie des Monatsmagazins FINANCE, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young und der HypoVereinsbank. Befragt wurden Unternehmer, Bankenvertreter, Berater und Anwälte. Alle Interviewpartner haben entweder die eigene Firma erfolgreich restrukturiert oder standen als externe Helfer einem Krisenunternehmen zur Seite.

Untersuchungsdesign

Der erste Teil der Studie - die Beratersicht - basiert auf der persönlichen Befragung von 30 Bankern, Beratern und Rechtsanwälten. In Tiefeninterviews berichteten sie über ihre Erfahrungen bei der erfolgreichen Sanierung von Unternehmen. Die restrukturierten Firmen erwirtschafteten im Jahr 2001 einen Umsatz von mindestens 10 Millionen Euro und gehörten damit zum größeren Mittelstand.

Der zweite Teil der Untersuchung widmet sich der Unternehmersicht. Hierfür wurden Tiefeninterviews mit Topmanagern aus 34 Firmen geführt, die sich ehemals in einer akuten Krise befanden und nun wieder positive Cashflows erwirtschaften. Die Unternehmen waren etwa je zur Hälfte Personen- bzw. Kapitalgesellschaften. In rund 60 Prozent der Fälle fand die Restrukturierung in den Jahren 2001 und 2002 statt.

Ergebnisse

Die Krise kündigte sich in den meisten Unternehmen frühzeitig durch sinkende Liquidität, eine sinkende Eigenkapitalquote und eine steigende Verschuldung an. Aus Sicht der Berater reagierte das Management in der überwiegenden Zahl der Fälle zu spät auf die Krise. Ein Drittel reagierte überhaupt nicht. Die befragten Unternehmen gestanden ein, dass sie die Krise schon früher hätten erkennen können.

Alle Banken, Berater und Anwälte und die Mehrzahl der Unternehmen gaben an, dass sie im Rahmen der Turnaround-Aktivitäten effizientere Kontrollmechanismen eingeführt haben. Die Mehrzahl der Unternehmen besaß vor Beginn der Restrukturierungsmaßnahmen kein aussagekräftiges Controlling, sondern in der Regel einfache operative Systeme wie zum Beispiel eine monatliche Datensammlung über die Auftragslage.

Im Rahmen der Restrukturierung standen bei den meisten Unternehmen Personalanpassungen auf der Tagesordnung. 56 Prozent der befragten Firmen haben Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt. In 38 Prozent der Fälle musste sich das Management verabschieden. 70 Prozent der Firmen bewerten die Sofortmaßnahmen in der Krise wie beispielsweise die Verhandlungsaufnahme mit den Banken, den Personalabbau und die Kostenreduktion als erfolgreich.

Aus Sicht der Firmen liegt der größte Stolperstein einer Restrukturierung in der restriktiven Haltung der Hausbanken dem Unternehmen gegenüber. Die größte Gefahr sehen Berater, Banken und Anwälte hingegen im Management, das häufig die Augen vor der wirtschaftlichen Schieflage zu lange verschließt.

Der wichtigste Erfolgsfaktor für eine Restrukturierung ist aus Unternehmenssicht, dass die Entscheidungsträger zu harten Einschnitten bereit sind. Für die Berater, Banken und Anwälte ist es entscheidend, dass das Unternehmen einen externen Berater einschaltet, der den Restrukturierungsprozess begleitet. Die Unternehmen wiederum legen großen Wert darauf, dass der Berater aktiv - und nicht allein in Form eines "Konzeptes" - die notwendigen Maßnahmen umsetzt.

Bezug

Die 48seitige Studie mit den detaillierten Befragungsergebnissen kann zum Preis von EUR 68,- (inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer und Versand) per E-Mail bestellt werden. Das Heft im Format DIN A4 quer enthält auch zwei Fallstudien von mittelständischen Unternehmen, die erfolgreich restrukturiert wurden.

Autorin

Iris Meinking
- Ressortleiterin FINANCE -
F.A.Z.-Institut für Management-,
Markt- und Medieninformationen GmbH
Redaktion FINANCE
Mainzer Landstraße 195
D-60326 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0) 69 75 91 - 25 82
Telefax: +49 (0) 69 75 91 - 32 24
Internet: www.finance-magazin.de
E-Mail: i.meinking(at)faz-institut.de

Erstveröffentlichung im Krisennavigator (ISSN 1619-2389):
6. Jahrgang (2003), Ausgabe 2 (Februar)


Seitenanfang | Zurück | Drucken Drucken | Kontakt | Sitemap | Impressum

Vervielfältigung und Verbreitung - auch auszugsweise - nur mit ausdrücklicher
schriftlicher Genehmigung des Krisennavigator - Institut für Krisenforschung, Kiel.
© Frank Roselieb 1998-2010. Alle Rechte vorbehalten.
Internet:
www.krisennavigator.de | E-Mail: roselieb(at)krisennavigator.de

 
   

Aktueller Kongress

Europäischer
Restrukturierungsgipfel

am 15. September 2010
an der Universität Linz

Aktuelle
Stellenangebote

Consultant (m/w)
(Hochschulabsolvent)
Unternehmensanalyse
in Düsseldorf

Praktikant (m/w)
Restrukturierung
und Strategie
in München

Aktuelles Magazin

Direkt zu den
Fallstudien, Fachbeiträgen,
Buchtipps, Links etc.

Krisenmanagement
Krisendiagnose
Krisenkommunikation
Issues Management
Risikomanagement
Sicherheitsmanagement
Katastrophenmanagement

Ihren Beitrag
ergänzen? Kontakt

Aktuelle Interviews

Frank Roselieb zur
Krisen-PR von BP
im Rückblick
,
in: Detektor.fm
(02. Juli 2010)

Frank Roselieb zur
Krisenkommunikation
von BP im Web 2.0
,
in: Adzine.de
(17. Juni 2010)

Frank Roselieb zur
Reputation Deutschlands
nach dem Rücktritt
des Bundespräsidenten
,
in: Medientrainierblog.de
(31. Mai 2010)

Frank Roselieb zur
Imagekrise von BP nach
der Bohrinsel-Explosion
im Golf von Mexiko
,
in: Welt.de
(30. Mai 2010)

Frank Roselieb zur
Kommunikationspolitik
der Deutschen Bank in
der Griechenland-Krise
,
in: Welt.de
(14. Mai 2010)

Frank Roselieb zum
Krisenmanagement der
Reiseveranstalter im
Zuge der Aschewolke
,
im: Tagesspiegel.de
(25. April 2010)

Frank Roselieb zur
Krisenkommunikation
des Papstes
,
in: Handelsblatt.de
(17. März 2010)

Frank Roselieb zur
Vertrauenskrise
bei der CDU Sachsen
,
in: dpa.de
(06. März 2010)

Frank Roselieb zur
Markenkrise
von Opel
,
in: Tagesschau.de
(19. Februar 2010)

Frank Roselieb zum
Beruf als
Krisenmanager
,
in: Die Welt
(30. November 2009)

Frank Roselieb zur
Rolle der
Pressesprecher
im Krisenfall
,
in: WDR 5
(10. September 2009)

Frank Roselieb zur
Krisenkommunikation
von Vattenfall (Déjà Vu)
,
in: NDR Fernsehen
(08. Juli 2009)

Frank Roselieb zur
Compliance-
Kommunikation der
Deutschen Bahn
,
in: W&S
(Mai / Juni 2009)

Frank Roselieb zur
Kommunikation bei
Restrukturierungen
,
in: Focus
(11. April 2009)

Frank Roselieb zur
Krisenkommunikation
im Insolvenzfall
,
in: CRN
(10. März 2009)

Frank Roselieb zur
Krisenkommunikation
der HSH-Nordbank
,
in: Die Welt
(22. Januar 2009)

Frank Roselieb zur
Markenkrise bei Opel,
in: Welt am Sonntag
(23. November 2008)

Aktuelle Artikel
(.pdf)

Frank Roselieb zur
Kommunikation
in der Krise
,
in: meo (IHK Essen)
(Oktober 2009)

Frank Roselieb zur
Restrukturierungs-
kommunikation für
Bankmanager
,
in: Sonnemann (HfB)
(September 2009)

Frank Roselieb zur
Karriere in
Krisenzeiten
,
in: managerSeminare
(Juli 2009)

Frank Roselieb zur
Krisen-PR
im Web 2.0
,
in: upgrade
(März 2009)

Aktueller Buchtipp 

Suchen Sie weitere
aktuelle Publikationen?
Institutsbibliothek

Soziale Netzwerke

Folgen Sie uns auf ...


www.facebook.com/
krisennavigator


www.twitter.com/
krisennavigator

Pressespiegel (Auswahl)

Krisenmanagement:
Ein Fall für den Krisenstab
[
Financial Times]
Stell dir vor, es ist Krise
[
Manager Magazin]
Die virtuellen Sanitäter
[
Die Welt]

Krisenkommunikation:
Litigation-PR
[
Financial Times]
SAP vs. Orcale
[
Computerwoche]
Gefangen im Netz
[
Süddeutsche]

Issues Management:
Bundeskanzler
[
Tagesthemen, Spiegel]
Deutsche Bank
[
Süddeutsche, Spiegel]
Deutsche Bahn
[Tagesschau]

Risikomanagement:
Bedarf an Beratern wächst
[
Financial Times]
Bevor Snuttig platzt
[
Financial Times]
Warnende Stimme
[Fluter]

Katastrophenmanagement:
RWE Weser Ems
[
Handelsblatt]
Hier gibt es nichts zu sehen
[
Financial Times]
Vattenfall Krümmel
[NDR]


Sicherheitsmanagement:
Wie Rückrufaktionen gelingen
[
Financial Times]
Irak-Krieg
[
Die Welt, Spiegel]

   Deutsch   /  English  Letzte Aktualisierung: Dienstag, 7. September 2010